Bsirske will sich selbst verändern

Die »Perspektive 2015« ist ein Umbauprogramm der Gewerkschaft - und sorgt für Kritik

  • Von Jörg Meyer, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auf dem ver.di-Bundeskongress geht es auch um die künftige Aufstellung der Dienstleistungsgewerkschaft. Mit der »Perspektive 2015« geht jetzt ein ambitioniertes Programm in die Testphase.

»Ver.di wächst« - ein notwendiges Ziel jeder Gewerkschaft, nicht nur der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft. Und obwohl es in diesem Jahr wie erstmals 2013 voraussichtlich wieder einen Mitgliederzuwachs geben wird, war die Realität der im Jahr 2001 gegründeten ver.di von Schrumpfung geprägt. Von rund 2,8 Millionen im Gründungsjahr sank die Mitgliederzahl auf rund zwei Millionen zum Jahresende 2014.

Die Mitgliedergewinnung war denn auch der erste Punkt, den der frisch wiedergewählte ver.di-Chef Frank Bsirske am Mittwochmorgen in seinem Grundsatzreferat ansprach, mit dem er sein politisches Programm der nächsten vier Jahre umriss. Die »Erwartungen der Mitglieder, die wir gewonnen haben und die wir noch gewinnen werden«, sollten darum fortan im Vordergrund stehen. »Zuerst einmal müssen wir uns selbst verändern«, sagte Bsirske vor den Delegierten in der Leipziger Messe - sicherlich nicht zur Freude aller Delegierten.

Begonnen ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.