Ethnologie im Wandel

Bildungsrauschen

  • Von Lena Tietgen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Leben und die Kultur anderer Völker beschäftigt die Menschen seit jeher. Erste empirisch abgestützte Aufzeichnungen finden sich in der »Historie« des griechischen Geschichtsschreibers, Geographen und Völkerkundlers Herodot von Halikarnassos (490-425 v. Chr.). Auf seinen Reisen in den anatolischen, syrisch-irakischen und arabischen Raum schildert er ausführlich die Perserkriege, geographische Bedingtheiten als auch soziale Verhaltensweisen sowie Sitten und Bräuche der ansässigen Stämme. Herodot, er lebte im Übergang der mündlichen zur schriftlichen Kultur, gilt als Vater der Geschichtsschreibung.

Ethnographie als Wissenschaft, also die Beschreibung fremder Kulturen, vollzog der Historiker Gerhard Friedrich Müller (1705-1783), der diese zur »Wissenschaft der Völker« erklärte. Zwischen 1771 und 1772 entwarf der Historiker August Ludwig Schlözer die allgemeine »Völkerkunde«, in der die ethnographische Me...


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