Das Potenzial des roten Sterns

Das separatistische Bündnis »Junts pel Sí« wird auf Unterstützung der linksradikalen CUP angewiesen sein

  • Von Ralf Hutter, Barcelona
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wenn Kataloniens Regierungschef Artur Mas und sein separatistisches Bündnis »Junts pel Sí« die vorgezogene Regionalwahl gewinnen, wollen sie eine Abspaltung der Region von Spanien einleiten.

Kataloniens Ministerpräsident Artur Mas und die Seinen locken auf ihren Plakaten mit »der Wahlstimme deines Lebens« - doch trotz der beschworenen und tatsächlichen Wichtigkeit der Wahl zum Regionalparlament am Sonntag findet sich im Zentrum Barcelonas kaum ein Hinweis auf sie. Erst in den angrenzenden Vierteln tauchen Wahlplakate gehäuft auf. Zu sehen sind dort hauptsächlich die Botschaften der wahrscheinlich nach der Wahl zentralen Akteure: Junts pel Sí (»Gemeinsam für ein Ja«), das große Bündnis des Ministerpräsidenten, und die basisdemokratisch-antikapitalistische CUP (»Kandidatur der Volkseinheit«), die einen großen Aufschwung erlebt hat und zu einer entscheidenden Größe geworden ist.

Die katalanischen Flaggen hingegen hängen überall von Fenstern und Balkonen, wie generell in Spaniens nordöstlichem Bundesland, die dort als Autonome Gemeinschaften bezeichnet werden. Es gibt sie in der schlichten Version der bloßen roten und gel...


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