Staatsopernausschuss: Frühe Zeichen für drohende Mehrkosten

Schon früh vor Beginn der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden haben sich nach Aussagen eines Beteiligten Zeitverzögerungen und hohe Mehrkosten abgezeichnet. »Die Alarmglocken haben bei uns immer wieder geläutet, es war so ein Bauchgefühl«, sagte der Technische Direktor der Staatsoper, Hans Hoffmann, am Freitag im Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses zum Bauskandal an der Lindenoper. Allerdings habe ihn die Senatsbauverwaltung weder an wichtigen Entscheidungen noch an Beratungen über Kosten und Termine beteiligt. Auch der ehemalige Generaldirektor der Stiftung Oper in Berlin, Michael Schindhelm, sprach von großen Hindernissen im Vorfeld der Sanierung. Die Staatsoper sei in einem »dramatisch« schlechten Bauzustand gewesen. Wegen Planungspannen sowie Schwierigkeiten mit dem morastigen Grund und der maroden Bausubstanz sind die ursprünglich veranschlagten Kosten von 239 auf inzwischen mehr als 400 Millionen Euro gestiegen. Die Wiedereröffnung verschob sich mittlerweile auf den Herbst 2017. dpa/nd

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