Kann man dem Sinneswandel im Westen trauen?

Hoffnung, Skepsis und Ablehnung in Syrien angesichts der neuen Töne bei der Suche nach einer Konfliktlösung mit Präsident Assad

  • Von Karin Leukefeld, Damaskus
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Wichtige westliche Staaten haben ihren Willen signalisiert, den Konflikt in Syrien mit der Führung in Damaskus und nicht gegen sie zu deeskalieren. Die Reaktion im Lande ist zwiespältig.

Der scheinbare Sinneswandel westlicher Regierungen stößt in Syrien auf gemischte Reaktionen. Regierungsvertreter nehmen ihn zurückhaltend zur Kenntnis. Die bisher hofierte syrische Auslandsopposition rebelliert. Und bei den Bürgern im Land bleibt Skepsis. »Der Westen bezeichnet uns als illegales Regime. Werden sie diese Meinung über uns ändern, wenn sie mit Syrien kooperieren wollen?«, so etwa General Samir Suliman, Sprecher des Verteidigungsministeriums, gegenüber »nd«. Präsidentenberaterin Bouthaina Schaaban wiederum erklärte, der Westen habe offenbar eingesehen, dass sich Russland im Lande besser auskenne und eine politische Lösung ein »Muss« sei. Voraussetzung dafür sei ein Ende des Terrors und »der erste Schritt dahin, die syrischen Armee beim Kampf gegen die Terroristen zu unterstützen«. Der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Bashar al-Jaafari, berichtete, das...


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