Werbung

Bsirskes Dilemma

Velten Schäfer über die neuen Verhandlungen in Sachen Kitastreik

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: 1 Min.

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Dass es zu einem schnellen Ergebnis kommen würde, war vor den neuerlichen Verhandlungen im Tarifkonflikt der Erziehungs- und Sozialberufe unwahrscheinlich. Und dass ein dort erzielter Kompromiss, der sich am Abend noch nicht abzeichnete, in einer Urabstimmung der Gewerkschaft Bestand haben wird, ist auch noch lange nicht sicher.

In dieser Tarifrunde hat sich die Führung der federführenden Gewerkschaft ver.di in ein Dilemma manövriert. Begonnen wurde die Auseinandersetzung sehr offensiv: Nicht nur um Prozentchen sollte es gehen, sondern um eine Aufwertung ganzer Berufe. Das hat auch gewirkt: Die Basis kämpfte, ein großer Mitgliederzuwachs wurde realisiert.

Doch musste klar sein, dass das riskant ist. Es mangelt nämlich an Drohpotenzial. Die Kommunen konnten sich mit zunehmender Dauer zurücklehnen: Die Gebühren flossen weiter, für das Streikgeld kamen andere auf - und allmählich, so das Arbeitgeberkalkül, würden die Eltern die Schuld den Erzieherinnen geben und nicht den Trägern.

Frank Bsirske darf nun die mobilisierte Basis nicht enttäuschen, die ihm bereits eine Schlichtung zerrissen hat - was selten genug ist. Auf der anderen Seite trifft er auf harte, zuversichtliche Arbeitgeber. Diese Situation erfolgreich zu meistern, wird viel Fingerspitzengefühl erfordern.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!