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Alte Heimat, neue Heimat

In ihrem Roman »Pulang« erzählt Leila S. Chudori von der Alltäglichkeit des Ausgestoßenseins und des Ankommenmüssens

  • Von Lilian-Astrid Geese
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Im Jahr 1982 gründeten vier Franzosen und vier Indonesier das Restaurant »Indonésia« in der Rue Vaugirard in Paris, um für indonesische Flüchtlinge, deren Diplome in Frankreich nicht anerkannt wurden, Arbeitsplätze zu schaffen.

In »Pulang«, dem im Original 2012 erschienen Roman der 1962 in Jakarta geborenen Journalistin Leila S. Chudori, heißt es »Tanah Air« (Heimat), und auch die indonesischen Gründer haben fiktive Namen. Doch erzählt die Autorin in ihrem mit dem Khatulistiwa-Literaturpreis ausgezeichneten und von der Kritik in ihrem Geburtsland hoch gelobten Buch eine wahre Geschichte. Interessant ist vor allem ihre Perspektive. Denn anders als andere Werke der Exilliteratur befasst sie sich weniger mit den Identitätsproblemen der Geflohenen oder denen ihrer Kinder als mit der ganz banalen Alltäglichkeit des Ausgestoßenseins aus der alten und des Ankommenmüssens in der neuen Heimat.

Leila S. Chudoris facettenreiche und von ...


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