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Rauf und runter

Simon Poelchau über die im September stagnierenden Preise

Im September herrschte bei den Preisen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Stillstand. Die Preise gehen aber für den einen rauf, für den anderen runter. Für den Einzelnen kann das eine existenzielle Frage sein.

Im September herrschte bei den Preisen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Stillstand. Dies teilte zumindest das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. So richtig will man es beim täglichen Einkauf nicht wahr haben - vor allem wenn man vor den Kartoffeln steht. Um mehr als ein Fünftel sind die nahrhaften Knollen teurer geworden.

Doch die Warenwelt besteht nicht nur aus Kartoffeln. Die motorisierte Mittelschicht wird dies an der Tankstelle bereits bemerkt haben. Dort purzeln die Preise für Diesel, Benzin und Co. - so stark sogar, dass die sinkenden Energiepreise insgesamt die Inflation anhalten konnten. Doch eben dies bemerkt nicht jeder Käufer. Der sogenannte harmonisierte Verbraucherpreisindex, der EU-weit einheitliche Warenkorb, anhand dessen die Inflationsrate bestimmt wird, ist lediglich ein statistisches Maß. Er sagt nur bedingt etwas darüber aus, was jeder einzelne in seinen individuellen Warenkorb legt. Und dies ist nicht zuletzt eine Geldfrage. Wer kein Auto hat und sich die ganze Woche über nichts außer Kartoffeln mit Quark leisten kann, wird das derzeit billige Benzin nicht bemerken. Er wird stattdessen über die teuren Kartoffeln stolpern.

Die Preise gehen also für den einen rauf und für den anderen runter. Für den Einzelnen kann das schlimmstenfalls eine existenzielle Frage sein.

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