Werbung

BER weiter vier Monate hinter dem Zeitplan

Ziel bleibt Eröffnung Ende 2017. Der Flughafen Leipzig / Halle will mehr Passagiere aus Berlin

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es geht nur langsam voran auf der Flughafenbaustelle. Planmäßig abgeschlossen wird immerhin die Sanierung der Südbahn.

Am neuen Hauptstadtflughafen hinken die Verantwortlichen weiter ihrem Zeitplan hinterher. Von Januar bis Ende September wurde die Hälfte der ausstehenden Planungs- und Sanierungsarbeiten im Terminal abgeschlossen, wie aus dem aktuellen Sachstandsbericht der Flughafengesellschaft hervorgeht. Insgesamt gebe es bei Planung und Bau eine Verzögerung von drei bis vier Monaten. Ob die Pleite des Gebäudetechnik-Ausrüsters Imtech weitere Verzögerungen bringt, ist demnach offen.

»Die Inbetriebnahme des BER im zweiten Halbjahr 2017 ist und bleibt das Ziel der FBB«, betonte die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB). Der Imtech-Insolvenzverwalter hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass die Bremer Gustav Zech Stiftung Geschäftsbetrieb und das wesentliche Vermögen von Imtech übernehmen werde.

Dies sei zwar eine gute Nachricht für Imtech, heißt es im Bericht. Der weitere Verlauf der Insolvenz und die Auswirkungen auf das Projekt könnten aber nicht abschließend bewertet werden. In seinem Politikbrief meldete Flughafenchef Karsten Mühlenfeld am Mittwoch Halbzeit bei der Sanierung des Terminals. »In der Luftfahrt bezeichnet man diese Marke als «Point of no Return», das heißt: der Weg zum Ziel ist ab sofort kürzer als die seit der Ankündigung des Terminbandes.« Den Terminrückstand führte er auf die Imtech-Pleite und Verzögerungen bei der Planung zurück.

Im Zeitplan enthalten sind demnach die Arbeiten an rund 600 Wänden im Terminal, die den Brandschutzvorgaben nicht genügen. »Teilweise müssen Stützen eingebaut oder Wandteile verstärkt werden, um die geforderten Brandschutzklassen zu erreichen«, hieß es. »Nur ein sehr geringer Teil dieser Wände ist komplett neu zu bauen.« Pläne für 500 Wände lägen vor, für die restlichen 100 folgten sie in Kürze.

Der Bundesverband Porenbeton betonte, dass die Brandschutzprobleme nicht auf den Baustoff zurückzuführen seien. Als mineralischer Baustoff sei Porenbeton nicht brennbar, zudem werde er nach strengen DIN-Normen klassifiziert. »Wird nach diesen Normen geplant und ausgeführt, erfüllt Porenbeton einen optimalen Brandschutz.«

Planmäßig abgeschlossen ist unterdessen die Sanierung der nördlichen Start- und Landebahn. Dort laufen Tests, auch Inbetriebnahmeflüge der Deutschen Flugsicherung sind in diesen Tagen geplant. Mit Beginn des Winterflugplans am 25. Oktober soll der Schönefelder Flugverkehr wieder von der Nordbahn ablaufen. Anders als bei der neuen Südbahn sind von der Nordbahn auch Nachtflüge erlaubt.

Fortschritte gibt es beim Schallschutz. Für knapp 14 000 Wohnungen im Umfeld des Flughafens haben die Betreiber die Bescheide verschickt, mit denen die Hauseigentümer Handwerker bestellen können, um neue Fenster, Dämmungen und Lüfter einbauen zu lassen. Die Quote liegt bei 70 Prozent, vor einem Jahr waren es 40 Prozent. 6000 Anträge müssen noch bearbeitet werden. Für weitere 6000 Wohnungen haben die Eigentümer noch keinen Antrag auf Schallschutz gestellt.

Unterdessen treibt der Flughafen Leipzig/Halle seine Bemühungen voran, mehr Passagiere aus Berlin zu gewinnen. Laut »Mitteldeutscher Zeitung« werden die Potenziale für einen Bahn-Shuttle zwischen dem Flughafen und Berlin analysiert. Züge könnten in 45 Minuten am Berliner Hauptbahnhof sein. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen