Zurück zur Höhle? Wohnen im Weltraum

Architekten denken über außerirdische Lebensräume nach. Projekte für die Unterbringung von Mond- und Marsreisenden taugen auch für extreme Umgebungen auf der Erde

  • Von Arthur Marsiske
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Die Höhle galt früher mal als gute Adresse. Unseren Vorfahren boten die dunklen Felslöcher einst Schutz vor Raubtieren, schufen im flackernden Licht des Feuers Raum für das freie Spiel der Gedanken und boten auf den nackten Felswänden Gelegenheiten, sich künstlerisch auszudrücken. Zwischenzeitlich hat diese Art zu wohnen zwar an Attraktivität verloren, doch das könnte sich jetzt ändern. Höhlen könnten bald wieder zum begehrten Lebensraum werden. Nicht unbedingt auf der Erde, aber ansonsten praktisch überall.

Den ersten Siedlern, die sich auf dem Mond oder Mars dauerhaft einrichten wollen, empfiehlt der 89-jährige Weltraumpionier Jacques Blamont, Mitbegründer der französischen Raumfahrtagentur CNES, unbedingt nach Lavaröhren Ausschau zu halten. Solche tunnelartigen Hohlräume bilden sich auf der Erde vor allem dort, wo relativ dünnflüssige Lava flache Hänge hinabfließt und zunächst an den Rändern und an der Oberfläche erstarrt. Gele...

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