Liebe ohne Unterschied

Navid Kermani erhält am Sonntag den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Ein Essay zu seinem Buch »Ungläubiges Staunen. Über das Christentum«. Von Hans-Dieter Schütt

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Bleib im Bild, rät Dichter Peter Handke. Also: Fall aus dem Rahmen. Der gesetzte Rahmen befiehlt Frontenklärung, will Dingfestmachung, summiert Indizien. Er sagt: Schau nicht auf, sondern steh drüber; bleib nicht gestimmt, bestimme; wisse und definiere. Nein, nein, bleib im Bild. Tritt nicht davor, tritt ein. Als gehörtest du dazu. Du gehörst doch dazu. Zur viel erzählten, aber unerhört bleibenden Geschichte. So hat es sich zugetragen, so wird es immer sein: Krippe und Kreuz, Verheißung und Verrat, Geschenk und Golgatha. Punkt. Du! So, wie du Hamlet bist und Richard III., Anna Karenina und Marat. Jedes Ich: ein Spiegel der ganzen Welt - und deren Überlieferungen in Mythos und Kunst.

Der muslimische Schriftsteller Navid Kermani hat ein großartig sinnensattes Buch über das Christentum geschrieben: »Ungläubiges Staunen«. Er schaut sich Gemälde, Skulpturen an, erzähltes Christentum, und in diesen Bildern zu bleiben, das heißt ihm: im ...

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