Apropos Weltkrieg

Martin Leidenfrost über die aussichtslose Idee eines Freistaats der Dichter und Denker in Kaliningrad

  • Von Martin Leidenfrost
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Mit der Idee, dass sich unsereins das westlichste Stück von Russland abspalten könnte, wurde ich 2009 bekannt gemacht. Ich war damals eingeladen, in einem Schloss bei Wien aus einem meiner Bücher zu lesen, doch passte der Auftrieb so gar nicht zu mir: Im Hof stand ein Schützenkorps bereit, das die Tradition der k.u.k. Armee pflegt. Es zeigte sich, dass ein mit Viktor Orbán befreundeter Dichter einen Preis bekam und dass der rechtsnationale Ausnahmepolitiker eigens aus Ungarn anreiste. Es wurde die erste Lesung meines Lebens, die mit Salutschüssen der Deutschmeister begann.

Der Preisträger Géza Szöcs gab mir eines seiner Bücher mit, ein poetisches Manifest. Der wahrhaft raumgreifende Dichterfürst rief darin zur Gründung eines Freistaats der Dichter und Denker in Kaliningrad auf, im ehemaligen Königsberg, einer zwischen Ostsee, Polen und Litauen eingezwängten Exklave der Russischen Föderation. Als Orbán 2010 an die Macht zurückkehrt...

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