Jan Keetman, Mardin 20.10.2015 / Politik

Kurdische Geisterstädte

Ausgangssperren und Schießereien: Die Empörung über die Politik des türkischen Präsidenten wächst

Die Arbeiterpartei PKK hatte Ende Juli den Kampf gegen die türkischen Sicherheitskräfte wieder aufgenommen. Die Spuren des neu aufgeflammten Konfliktes sind im Osten der Türkei vielfach zu sehen.

Von der steinernen Terrasse fällt der Blick unwillkürlich in die Tiefe, gleitet hin über die pittoreske Schönheit der Altstadt von Mardin und weiter in die fruchtbare Ebene Mesopotamiens. Irgendwo da vorne muss die Grenze zu Syrien sein. Syrien? Oder sollte man besser sagen, zu dem von kurdischen Milizen befreiten Gebiet Rojava? Den Namen Rojava, eine kurdische Neuprägung mit der Bedeutung »Westen«, kennt nach den Kämpfen mit dem Islamischen Staat die ganze Welt. Das Drama, das sich auf dieser Seite der Grenze abspielt, kennt nicht einmal die halbe Türkei.

»Seit Juni sind keine Touristen mehr gekommen. Unten in der Stadt gibt es 50 neue Hotels, aber keine Touristen, nicht einen einzigen«, sagt Ahmet Türk, Co-Bürgermeister von Mardin. Früher kamen laut Türk jedes Jahr eine Millionen Touristen in die alte Stadt an der Seidenstraße. Doch nach den Parlamentswahlen am 7. Juni, bei denen die AKP ihre absolute Mehrheit verlor, womit sich...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: