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AfD radikalisiert sich

Trotz massiver Kritik am Thüringer Landeschef legt die Partei bei den Wählern zu

Berlin. Die Alternative für Deutschland weitet ihre Proteste gegen Flüchtlinge aus. An diesem Sonnabend will die Partei in der Hauptstadt aufmarschieren. Seit dem aggressiven Auftreten des Thüringer AfD-Chefs bei Günther Jauch hält die Debatte an: Wie weit rechts steht die Partei? Manche fühlten sich bei Björn Höckes Worten an SA und NSDAP erinnert; mangelnde Distanz zur NPD und der Neuen Rechten wird dem 43-Jährigen schon länger vorgeworfen.

Auch die AfD-Bundesspitze distanzierte sich. Nicht aus inhaltlichen Gründen, wie der Düsseldorfer Rechtsextremismusforscher Alexander Häusler im nd-Interview erklärt, sondern weil Höcke drastisch ausspricht, was andere nur leise denken. Vor allem jedoch fürchteten die Vorsitzenden Frauke Petry und Jörg Meuthen um ihre Macht. »Höcke schickt sich an, in der AfD das Ruder zu übernehmen«, so Sozialwissenschaftler Häusler, der NPD und AfD gleichwohl nicht auf eine Stufe stellen würde.

Ob eine AfD auf Höcke-Kurs weniger Erfolg beim Wähler hätte, ist offen. Häusler ist überzeugt, dass rechts von CDU und CSU Platz für eine rechtspopulistische Partei wäre. Die dürfe jedoch nicht »im Geruch des offen Rechtsextremen« stehen. Betrachtet man die Umfragen, hat Höckes Auftritt offenbar nicht geschadet. Die AfD konnte laut Infratest dimap sogar zwei Prozentpunkte auf acht Prozent zulegen. Die Forschungsgruppe Wahlen sieht sie unverändert bei sechs Prozent. iw Seiten 5 und 13

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