Gegen das schlechte Image

Flüchtlingsinitiativen in Heidenau und Tröglitz wollen ein anderes Bild von ostdeutschen Dörfern und Kleinstädten vermitteln

  • Von Max Zeising
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Die Neonazi-Attacken in Tröglitz und Heidenau sind Symbole einer wiedererstarkten Rechten, die Ängste gegen Flüchtlinge schürt und in der Mitte der Gesellschaft großen Anklang findet. Lokale Initiativen haben es schwer, dagegen anzukommen. Es gibt aber auch große Fortschritte.

Der ehemalige Praktiker-Baumarkt in Heidenau erweckt – von außen betrachtet – den Eindruck einer Parallelwelt. Das Gelände ist mit einem von Planen bedeckten Gitter umgeben. Man kann kaum hinein- oder herausschauen. Wenn die hier wohnenden Flüchtlinge die Eingangspforte passieren, werden sie durchgecheckt wie auf dem Flughafen. Ein menschenwürdiges Leben sieht anders aus, ein Zusammenleben mit Einheimischen auf Augenhöhe auch. Doch – diese Frage muss nach den Vorfällen vom 21. August erlaubt sein – wäre die Situation eine andere, wenn das Gitter nicht wäre? Kann man als Flüchtling in Heidenau überhaupt menschenwürdig leben?

Als vor zwei Monaten die ersten 250 Geflüchteten nach Heidenau kamen, erschien die 15.000 Einwohner zählende Kleinstadt als Inbegriff rechten Hasses. Die Bundesstraße 172 wurde blockiert. Nazi-Parolen wie »Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!« wurden gerufen. Steine, Böller und Bierflaschen flogen aus der...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 934 Wörter (6394 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.