Hagen Jung 27.10.2015 / Politik

Als Antifaschismus ein Jobkiller war

Wanderausstellung zu Radikalenerlass und Berufsverboten in Hannover

Noch immer leiden viele Menschen unter dem »Radikalenerlass«, der jahrelang in der Bundesrepublik galt. An ihn und ähnliche Repressionen früherer Zeiten erinnert die Ausstellung »Berufsverbote«.

Eine Hungerrente von 550 Euro brutto: Für den Lehrer Hubert Brieden ist dieses Altersgeld die staatliche Quittung für antifaschistisches Engagement. Der jetzt 65-Jährige durfte nicht unterrichten, ist Opfer des »Radikalenerlasses« von 1972. Mit ihm wollte die BRD »verfassungsfeindliche Kräfte« vom öffentlichen Dienst fernhalten. Damit dieses unselige Werk nicht in Vergessenheit gerät, hat die »Niedersächsische Initiative gegen Berufsverbote« eine von DGB-Gewerkschaften und der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit getragene Ausstellung geschaffen. Sie ist bis Mitte Dezember in Hannover zu sehen, reist dann durch die Bundesrepublik. »Einzelne waren betroffen - viele waren gemeint«, ist eine der Tafeln betitelt, die in Wort und Bild die Folgen des Erlasses aufzeigen. Etwa am Schicksal von Hubert R. Ihm versperrte der Staat die Tür zum Lehrerzimmer wegen der »Sünde«, für eine antimilitaristische Zeitschrift geschrieben zu haben.

Engagement für Anti...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: