Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Lehren im Land homophober Demos

In Baden-Württemberg gibt es immer wieder Proteste gegen »sexuelle Vielfalt« im Bildungsplan

  • Von Stefanie Järkel, 
Villingen-Schwenningen
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Zankapfel »Sexuelle Vielfalt« im Bildungsplan für baden-württembergische Schulen treibt noch immer Tausende auf die Straße. Wie lebt es sich in dieser Zeit als schwuler Lehrer?

Im Referendariat hat Fabian Müller seinen Schülern lieber nicht erzählt, dass er schwul ist. »Man ist denen halt komplett ausgeliefert«, sagt der 30-Jährige. »Das hätte in der Phase zum Problem werden können.« Für die Lehrproben, für seinen Abschluss brauchte er das Wohlwollen der Jugendlichen in Freiburg. Erst als ihn seine Klasse zum Abschiedsfest einlud, erzählte er ihnen von seinem Freund. Die Reaktion: Sie hätten es schon vermutet, sagt Müller in seiner Dachwohnung in Villingen-Schwenningen am Rande des Schwarzwalds und lacht. An seiner aktuellen Schule ist er offener.

Die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg bemüht sich mit dem neuen Bildungsplan 2016 um mehr Akzeptanz von Homosexualität. Der Begriff »Sexuelle Vielfalt« sorgte allerdings für Kritik aus konservativen Kreisen, die eine »Sexualisierung« ihrer Kinder befürchten. Das Kultusministerium öffnete daraufhin den Begriff unter anderem für religiöse und kultur...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.