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Chefstratege

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Wird Thomas Sedran lang genug bei Volkswagen bleiben, um etwas im Konzern ausrichten zu können? Denn als vorübergehender Chef von Opel blieben ihm nur neun kurze Monate von September 2012 bis März 2013, um den Konzern neu aufzustellen. Nun wird der 51-Jährige Chefstratege beim Wolfsburger Autobauer, der derzeit mit dem Abgasskandal die wohl größte Krise seiner Geschichte durchmacht.

Die Stelle des »Leiter Konzernstrategie«, so ihre offizielle Bezeichnung, wird für Sedran extra geschaffen. Er wird dem frisch gebackenen Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller berichten. Denn mangelnder Weitblick ist offenbar eine Schwäche des Nachfolgers vom Martin Winterkorn. »Eigentlich bin ich kein Stratege«, gab er zumindest einst in einem Interview mit der »Wirtschaftswoche« zu.

Diese Funktion soll eben nun Sedran erfüllen. Und darin hat er Erfahrung. »Als Strategiechef hat Thomas Sedran einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung unseres Zehnjahresplanes DRIVE! 2022 geleistet«, lobte etwa der einstige Opel-Aufsichtsratsvorsitzende Steve Girsky den promovierten Ökonom, als dieser die Rüsselsheimer verließ. Sedran blieb jedoch zunächst beim Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und wurde zum Europa-Statthalter für die Marken Chevrolet und Cadillac. Ende Juni verließ er dann den US-Konzern.

Dass der langjährige Unternehmensberater als ein Mann von außen nun für die langfristige Planung und Neuausrichtung des Volkswagen-Konzerns zuständig wird, ist bezeichnend. Sedran ist nämlich der zweite Topmanager, den Müller nach Wolfsburg holt, um ihn mit zentralen und gerade in der derzeitigen Krise heiklen Aufgaben zu betrauen. Mitte Oktober wurde nämlich bereits die Daimler-Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt abgeworben. Bei Volkswagen soll sie wie bei ihrem alten Arbeitgeber für die Einhaltung von Recht und Integrität zuständig sein und damit Skandale wie den derzeitigen um manipulierte Abgaswerte verhindern. Auch ihr Posten wird jedoch im Vorstand erst noch geschaffen.

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