Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Wege im Bebengebiet unpassierbar

Hilfe für Katastrophenopfer in Bergregion Pakistans und Afghanistans schwierig

Islamabad. Nach dem schweren Erdbeben im Hindukusch mit mindestens 390 Toten versuchen Rettungsteams, zu den eingeschlossenen Menschen vorzudringen. Der pakistanische Premierminister Nawaz Sharif schickte am Dienstag nach Angaben eines Sprechers Hubschrauber in die abgelegenen Regionen. Sowohl in Afghanistan als auch in Pakistan waren viele Wege durch Erdrutsche unpassierbar und die Helfer kamen nur schwer zu den Betroffenen durch.

Das Epizentrum des Erdbebens der Stärke 7,5 am Montag lag in der dünn besiedelten Bergregion Badachschan im Nordosten Afghanistans. Betroffen war das Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan. In Pakistan wurden nach offiziellen Angaben vom Dienstag 275 Tote gefunden. In Afghanistan starben mindestens 115 Menschen. »Die Zahlen könnten noch steigen«, erklärte der afghanische Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah via Twitter.

In den Krankenhäusern wurden Hunderte Menschen behandelt. Allein in der nordwestpakistanischen Provinz Khyber-Pakhtunkhwa gab es mehr als 2000 Verletzte, wie die Provinzbehörde mitteilte.

Nach offiziellen Angaben wurden rund 2500 Häuser in Pakistan und 4000 in Afghanistan beschädigt. Hunderte Menschen mussten die Nacht im Freien verbringen. In das Dorf Chakdara im Nordwesten Pakistans drangen auch am Dienstag noch keine Helfer vor, wie der Einwohner Zaman Khan am Telefon berichtete. »Ich habe keine Unterkunft für mich und meine Kinder. Jemand muss kommen und uns helfen«, sagte er.

In Afghanistan machten nicht nur Erdrutsche die Wege unpassierbar. Viele Straßen würden von den Taliban kontrolliert, sagte Mawlawi Hamidullah Muslim, Mitglied des Provinzrates im afghanischen Badachschan. Die Taliban forderten humanitäre Organisationen in einer Mitteilung dazu auf, Hilfe in die betroffenen Gebiete zu liefern.

Unter anderem Indien und die USA boten ihre Unterstützung an. Pakistans Premierminister Nawaz Sharif aber lehnte ab. »Unsere eigenen Ressourcen sind ausreichend, um mit der Tragödie fertig zu werden«, erklärte er. Auch die Vereinten Nationen teilten mit, sie stünden für Rettungsarbeiten bereit, falls es Bedarf gebe.

Nach Angaben der pakistanischen Zeitung »Dawn« schickte die Regierung bislang 2000 Zelte und ein mobiles Krankenhaus in die Region. Die Hilfsorganisation Roter Halbmond ist sowohl in Pakistan als auch in Afghanistan mit Helferteams unterwegs. Pakistans Armee erklärte, Wege durch 27 von 45 Erdrutschen geschaufelt zu haben. dpa/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln