Vom Spreepark zum Drogenknast

Seit 2003 ist Marcel Witte in Lima inhaftiert - nun soll der Bundesjustizminister vermitteln

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zu 20 Jahren Haft wurde der Sohn des ehemaligen Spreepark-Betreibers Norbert Witte wegen Drogenschmuggels verurteilt. Mehrere Bundestagsabgeordnete wollen nun Heiko Maas einschalten.

Rings um die alten Bäume und wuchernden Sträucher mutet die Szenerie gespenstisch an. Seit Jahren vegetiert das Gelände des ehemaligen Spreeparks im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick vor sich hin. Das mit seinen 36 Gondeln 45 Meter in die Höhe ragende Riesenrad erinnert noch an eine Zeit, als hier jährlich bis zu 1,7 Millionen Besucher ihrem Alltag entflohen. Damals, zwischen 1969 und 1991, hieß die Vergnügungsoase noch »Kulturpark Plänterwald«. Dann wurde der VEB abgewickelt.

Für den Betrieb der neu gegründeten »Spreepark Berlin GmbH« erhielt der gebürtige Bayer Norbert Witte den Zuschlag. Und der setzte weiter auf Vergnügen; installierte Attraktionen wie die Wasserbahn »Wild River«, die Achterbahn »Fun Express« oder die elektronische Pferdereitbahn »Kentucky Ride«. Er wollte den Spreepark zum größten Freizeitpark Deutschlands machen - und scheiterte. 2001 kam die Insolvenz, Witte setzte sich mit seiner Familie und einigen Fahrgeschäfte...


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