Werbung

Stadt der Geigen

Philharmonie und Instrumentenmuseum widmen sich Berliner Meisterwerkstätten

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Berlin als Stadt des Geigenbaus: Das klingt erstmal überraschend. Doch vor allem im 19. Jahrhundert entfaltete sich hier eine besondere Handwerkskunst. Eine Ausstellung erzählt die Geschichte.

Mehr als hundert wertvolle Violinen und andere Saiteninstrumente illustrieren in einer Doppelschau die Geschichte des Berliner Geigenbaus. Von Freitag an sind sie Sonderausstellungen im Musikinstrumenten-Museum nahe dem Potsdamer Platz und in der benachbarten Philharmonie zu sehen.

Das älteste Stück der Ausstellung ist eine Viola da Gamba, 1701 vom Berliner Lautenmacher Jacob Meinertzen gefertigt. Aus der Werkstatt von Anton Bachmann sind aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die vier zusammengehörigen Instrumente eines Streichquartetts zu sehen. Zu den ungewöhnlichsten Stücken gehört eine Geige aus der Frühzeit der Tonaufnahmen, die - ähnlich wie ein Grammophon - einen Trichter zur Lautverstärkung hat.

Berlin hat keine so lange Tradition wie die Geigenbaustädte Mittenwald und Füssen, Cremona oder Brescia«, sagt Museumschefin Conny Restle, »aber die Stadt hat in der Entwicklung eine wichtige und eigenständige Rolle gespielt«. Noch heute gebe es mehr als 40 Geigenbauer, die um die Nachfrage der vielen Orchester und Ensembles konkurrierten.

In der zeitgleich anlaufenden Ausstellung im Foyer der Philharmonie gibt der Braunschweiger Sammler Wolfgang Meyer einen Einblick in seine Kollektion. Zu sehen sind Instrumente aus Berliner Meisterwerkstätten des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts.

Über die Sonderausstellung hinaus hat das Musikinstrumenten-Museum eine der wichtigsten und vielfältigsten Sammlungen in Deutschland. Das Berliner Musikinstrumenten-Museum sammelt Musikinstrumente der europäischen Kunstmusik vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Zur Zeit besitzt das Museum nach eigenen Angaben rund 3200 Instrumente, die sich vielfach in spielbarem Zustand befinden. Gut 800 Instrumente sind in der Schausammlung zu sehen. Zu den Highlights gehört die Mighty Wurlitzer Theaterorgel, die in den 20er Jahren mit Donnergrollen und Vogelzwitschern, Sirenengeheul und Glockengeläut zur Untermalung des Stummfilms diente. dpa/nd

400 Jahre Berliner Geigenbau - Ausstellung im Musikinstrumenten-Museum und der Berliner Philharmonie bis 03.01.2016. Schausammlung des Berliner Musikinstrumenten-Museums bis 31.12.2017.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!