Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Lust am Grauen!

Nicht nur zu Halloween erschrecken wir uns gerne - das sagt viel aus über die Gesellschaft

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Seit jeher fasziniert der Horror die Menschen. Gerade für moderne Gruselfilme gilt: Obwohl und weil sie Urängste auslösen, bereitet es vielen Zuschauern große Lust, sie anzuschauen. Ein Stoßseufzer des kapitalistischen Realismus'.

Als ich ein kleiner Junge war, durfte ich Horrorfilme sehen. Mit meinem Vater und meinem großen Bruder saß ich, wenn meine Mutter nicht zu Hause war, als Grundschüler abends vor dem Fernseher, wo uns Verfilmungen von Stephen-King-Romanen das Fürchten lehrten. Der irre Clown in »Es«, die grausamen Untoten aus »Friedhof der Kuscheltiere« oder die Geisteskranke in »Misery« ängstigten mich, wie wohl jedes Kind, das solche Bilder sieht. Irgendwann gewöhnte ich mich an die fiktiven Mörder, Monster und Mumien. Sie waren Teil des Alltags. Und gegenüber Mitschülern in mannhafter Pose mit Horrorfilmwissen zu prahlen, das hatte natürlich auch was für sich.

Mein Vater zeigte seinen Söhnen das alles nicht zur Abhärtung und auch nicht zur Abschreckung. Es war ihm schlicht gleichgültig, wer da neben seinen zahlreichen Feierabendbieren noch so alles Platz nahm in der Wohnstube. Nur eine Maßnahme gab es, mit der er sich im Zuge der regelmäßig folg...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.