Martin Kröger 30.10.2015 / Berlin / Brandenburg

Stadtwerke produzieren Strom

Erste Solaranlage des kommunalen Unternehmens versorgt Mieter in Pankow mit Energie

Darauf haben viele gewartet: Strom aus kommunaler Hand für Berliner Bürger. Mit eigenen Kapazitäten zur Energiegewinnung wird das Stadtwerk jetzt Realität - auch wenn es sicher erst ganz am Anfang steht.

Manchmal werden Träume wahr. »Seit 25 Jahren stelle ich mir vor, dass die Mieter in diesen Typenhäusern mit ihren Flachdächern mit Solarstrom versorgt werden«, sagt Michael Bolle. Der allererste Mitarbeiter der bislang siebenköpfigen Berliner Stadtwerke steht neben einer neuen 800 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage, an der an diesem Donnerstagmorgen die letzten Schrauben festgedreht werden. Jetzt ist die Wunschvorstellung Bolles Realität geworden. Und dies, obwohl dem Mieterstromprojekt Steine in den Weg gelegt wurden, wie Bolle betont. »Den großen Energieunternehmen sind solche Projekte ein Dorn im Auge«, sagt der Stadtwerkemitarbeiter. So musste zum Beispiel die Leistung der neuen Solaranlage unter 100 Kilowattstunden bleiben, damit nicht zusätzliche Kosten entstanden wären, was die Stromererzeugung weiter verteuert hätte. So können die Stadtwerke ungefähr zehn bis dreizehn Prozent unter den Vattenfall-Tarifen bleiben (»Berlinstrom« kostet aktuell 24,60 Cent pro Kilowattstunde, der monatliche Grundpreis beträgt 5,95 Euro).

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