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LeadAwards 2015: Bronze in der Kategorie »Zeitung des Jahres« und Lob für den Schwerpunkt »Danke, Befreier!«

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Berlin. Einmal Bronze in der Königsklasse und eine weitere Auszeichnung - »neues deutschland« ist bei den diesjährigen LeadAwards nicht leer ausgegangen. Was uns besonders freut: In der Kategorie »Zeitung des Jahres« kamen Redaktion und Verlag hinter der »Süddeutschen Zeitung« und dem »Tagesspiegel« auf den dritten Platz.

Dass »neues deutschland« am Donnerstagabend in den Hamburger Deichtorhallen unter den besten vier nominierten Zeitungen auftauchte, so formulierte es der Präsident des LeadAward, Markus Peichl, sei durchaus eine Überraschung - die Jury anerkenne damit nicht nur, dass es gelungen sei, »ein völlig verstaubtes und fast schon totgeglaubtes Blatt mit neuem Leben zu füllen«. Anerkennende Worte fanden auch das 2013 überarbeitete Layout und die thematischen Schwerpunktausgaben.

Eine davon - die Sondernummer »Danke, Befreier!« anlässlich des 70. Jahrestages der Sieges über Nazideutschland, erhielt bei der 24. Ausgabe der LeadAwards denn auch eine Auszeichnung in der Kategorie »Beitrag das Jahres«. Peichl wörtlich: »Da kann man nicht meckern.«

Den Hauptpreis erhielt in dieser Kategorie - wohl ebenso überraschend - die Boulevardzeitung »B.Z.« für eine dokumentarisch angelegte Serie über einen der letzten Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher. Überhaupt erwiesen sich die LeadAwards in diesem Jahr einmal recht politisch: Unter den Nominierten fanden sich zahlreiche Arbeiten, die sich Themen der Aufarbeitung der Vergangenheit widmeten, darunter eine Fotoreportage über die Erinnerungskultur in Vietnam, oder kritische Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche Konflikte wie die Abschottung Europas gegen Flüchtlinge einnahmen.

Den stärksten Beifall erhielt am Donnerstagabend die Kampagne »Rechts gegen rechts«, die von GGH Lowe und Grabarz & Partner für die ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur ersonnen wurde: Für jeden bei einem Naziaufmarsch gelaufenen Meter gehen festgelegte Spenden von Unternehmen und Bürgern an Projekte, die sich gegen Rechtsradikale engagieren. Auszeichnungen wurden zudem für Zeitschriften, die Werbebranche und herausragende Online-Beiträge vergeben. In dieser Kategorie wurde auch die kritische Plattform netzpolitik.org mit einem LeadAward geehrt - dafür, dass eine kleine Redaktion den großen Überwachern die Stirn geboten hat. nd

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