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Steuerfahnder beim DFB

Ermittlungen gegen Präsident Niersbach und Vorgänger Zwanziger

Frankfurt am Main. In der Affäre um die Fußball-WM 2006 in Deutschland hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die drei Vizepräsidenten des damaligen Organisationskomitees (OK) Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst Schmidt eingeleitet. Rund 50 Steuerfahnder durchsuchten am Dienstag die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main und die Privatwohnungen von DFB-Präsident Niersbach, seinem Vorgänger Zwanziger und dem früheren Generalsekretär Schmidt. Alle drei werden der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall verdächtigt, teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen mit. Bei einer Verurteilung drohen ihnen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft. Gegen den damaligen OK-Chef Franz Beckenbauer, der zentralen Figur der Affäre, wurden keine Ermittlungen bekannt. Er wohnt in Österreich, außerhalb des Zugriffs der Ermittler.

Im Verfahren geht es um die Rückzahlung jener 6,7 Millionen Euro, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus laut Zwanziger den WM-Organisatoren für eine »schwarze Kasse« geliehen haben soll. Ob damit die WM gekauft oder »nur« eine fragwürdige Provision an den Weltverband FIFA gezahlt wurde, wird nicht ermittelt. Untreue oder Bestechung sind bereits verjährt. 2005 wurde das Geld getarnt als Beitrag für eine FIFA-Gala an den Franzosen zurückgezahlt. Aufgrund dieser falschen Deklarierung werden dem Trio nun falsche Steuererklärungen zur Last gelegt. nd/Agenturen Seite 19

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