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Mehr Nazis in Ministerien als angenommen

Berlin. In den Innenministerien der Bundesrepublik und der DDR haben in den Nachkriegsjahrzehnten mehr ehemalige Nazis gearbeitet als bisher angenommen. Das geht aus dem Abschlussbericht einer Historikerkommission hervor, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Bei der Belegschaft des Bundesinnenministeriums in Bonn lag der Anteil ehemaliger NSDAP-Mitglieder demnach zeitweise bei 66 Prozent. Auch im Ministerium des Innern in Ost-Berlin habe der Wert mit einem Anteil von 14 Prozent deutlich über den DDR-internen Statistiken gelegen. Offenbar hätten beide deutsche Staaten nicht auf die Berufserfahrung des verwaltungsmäßig geschulten Personals verzichten wollen, heißt es in dem rund 150-seitigen Bericht. dpa/nd

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