Das Zittern des Bewusstseins

Lyrik als Ort der Widersprüche: Armin Sensers großartiges »Liebesleben«

  • Von Björn Hayer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Wahrhaftigkeit eines einzelnen Augenblicks zu erfassen und dabei das ganze Wesen des Seins zu umspannen - solch ein Wunderwerk kann nur der Lyrik gelingen. Insbesondere jener von Armin Senser, der in seinem neuen Band »Liebesleben« nicht davor zurückschreckt, jeden noch so großen individuellen wie auch gesellschaftlichen Bogen zu spannen.

Sehr nah am mündlichen Sprachgebrauch, mit dem Lapsus einer Sarah Kirsch und zugleich präziser Intelligenz, spürt er den Verlustgeschichten unseres Lebens nach: der Einsamkeit der Liebe, den Farben der Kindheit und der Erfahrung des Alterns. Beschreibt der 1964 in Biel geborene Autor in seinem Eingangsgedicht »2013« die immer deutlicher auftretenden Gebrechen, die sich im Laufe der Jahre einstellen, mündet die Verfallstour in eine Schelte auf die Meute der Beobachter: »Das Alter ist ein Kampf von Blicken / und ein Schweigen«. Wie das Älterwerden ist so manches in dieser so erfahrenen wie gleißend-e...

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