Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Im Urlaub oder bei Krankheit wird oft kein Lohn gezahlt

Minijobber kennen ihre Rechte häufig nicht

Minijobber sind über ihre Rechte schlecht informiert und werden auch schlechter behandelt. Fast jeder Dritte (35 Prozent) bekommt im Urlaub keinen Lohn. Fast die Hälfte erhält bei einer Erkrankung keine Lohnfortzahlung.

Das ist das Ergebnis Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Für diese Studie hat das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit 7500 Beschäftigte und 1100 Betriebe befragt.

Von den Betrieben gaben 15 Prozent an, ihren Minijobbern keinen bezahlten Urlaub zu gewähren. Eine Begründung hierfür blieb aus. Von den Minijobbern berichtet fast die Hälfte von einer ausbleibenden Lohnzahlung im Krankheitsfall. Jeder fünfte Betrieb zahlt nach eigenen Angaben im Krankheitsfall keinen Lohn. Im Gegensatz dazu gaben nur zwischen einem und sechs Prozent der Vollzeitbeschäftigten und der Teilzeitkräfte Lohnausfälle im Urlaub oder bei Krankheit an.

Laut Studie wüssten nur zwei Drittel der Minijobber über den rechtlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Urlaub oder bei Krankheit Bescheid. Bei den übrigen Beschäftigten waren es 95 Prozent. Laut Studie besitzen 15 Prozent keinen schriftlichen Arbeitsvertrag.

Zur Rechtslage

 Minijobber haben dieselben Rechte wie alle Beschäftigten.

 Die monatliche Verdienstgrenze geringfügig Beschäftigter liegt bei maximal 450 Euro.

 Laut Bundesurlaubsgesetz haben auch geringfügig Beschäftigte einen Anspruch auf bezahlten Urlaub.

 Allen Arbeitnehmern muss bei einer Erkrankung der Lohn bis zu einer Dauer von maximal sechs Wochen im Krankheitsfall fortgezahlt werden. epd/nd

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln