Michael Lenz, Yangon 11.11.2015 / Ausland

Suu Kyi will mehr als Machtwechsel

Die Wahlsiegerin verkörpert sowohl Stärke als auch Schwäche der NLD

Je höher Suu Kyis Partei gewinnt, desto größer wird ihr Einfluss bei der Benennung des nächsten Präsidenten sein. Der neue Staatschef wird vom jetzt gewählten Parlament Anfang 2016 bestimmt.

Vertreter der internationalen Staatengemeinschaft überbieten sich gegenseitig in Lobpreisungen der Wahl in Myanmar als »demokratischer Meilenstein«. Selbst Thailands Militärjunta gratuliert und verspricht Myanmar Hilfe bei der weiteren demokratischen Entwicklung.

Die Wahl vom 8. November ist tatsächlich friedlich verlaufen. In einer ersten Bilanz bescheinigte die EU-Wahlbeobachterdelegation der wegen ihrer fehlenden Unabhängigkeit oft kritisierten Wahlkommission eine »gute Arbeit«. Chefwahlbeobachter Alexander Graf Lambsdorff (FDP), stellvertretender Präsident des Europäischen Parlaments, betonte aber auch, man könne nicht von einer »echten Wahl« sprechen, solange nicht »100 Prozent« der Sitze der Parlamentskammern zur Wahl stünden. Dem Militär garantiert die Verfassung 25 Prozent aller Sitze.

Der Demokratiechor verfällt aber in totales Schweigen, geht es um die reichlich undemokratischen Töne der Wahlsiegerin Aung San Suu Ky...

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