Nicht alle Sozialmieter profitieren

Abgeordnetenhaus beschloss Wohnraumversorgungsgesetz

  • Von Bernd Kammer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Bedürftige Mieter sollen höhere Mietzuschüsse erhalten und leichter eine Wohnung finden. Doch das Gesetz löst nicht alle Probleme.

Während im Parlament die Abgeordneten das neue Wohnraumversorgungsgesetz diskutierten, demonstrierten am Donnerstag vor der Berliner SPD-Zentrale Mieter der Koloniestraße in Wedding bereits für eine Nachbesserung. Die 157 Sozialmieter sollen ab Dezember zwölf statt bisher sechs Euro Miete pro Quadratmeter zahlen. Die Anlage gehört zu jenen 28 000 Wohnungen, für die der Senat nach Ablauf der 15-jährigen Mietsubventionen keine Anschlussförderung mehr zahlt. Die Vermieter dürfen deshalb die volle Kostenmiete verlangen, egal, ob ihnen diese Kosten auch selbst entstanden sind. Die Anlage in der Koloniestraße soll der neue Eigentümer nur zu einem Drittel der Baukosten erworben haben.

Die Mieter der Koloniestraße fordern, dass bei der Berechnung der Mieten im Sozialen Wohnungsbau nur die Kosten berücksichtigt werden dürfen, die dem Vermieter tatsächl...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.