»Technische Angelegenheit«

EU-Kennzeichnungspflicht empört Israels Regierung / Unternehmer befürchten kaum wirtschaftliche Nachteile

  • Von Oliver Eberhardt, Jerusalem
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die EU-Kommission hat jetzt eine Kennzeichnungspflicht für manche Produkte aus den israelischen Siedlungen erlassen. Die israelische Regierung ist empört - in Europa ist der Schritt umstritten.

Im Auge des Sturms ist es erstaunlich ruhig. »Wir sehen der Sache gelassen entgegen«, sagt Avi Cohen, der eine Farm im Westjordanland betreibt. Wie er sehen es auch viele andere Unternehmer in israelischen Siedlungen im Westjordanland und auf den Golanhöhen: »Ja, die politischen Dimensionen sind enorm, aber wirtschaftlich ist die Kennzeichnungspflicht ein Sturm im Wasserglas.«

Am Mittwoch hatte die Kommission der Europäischen Union bekannt gegeben, dass künftig landwirtschaftliche Produkte, Weine und Kosmetika, die aus israelischen Siedlungen im Westjordanland, auf den Golanhöhen, Ost-Jerusalem und dem Gaza-Streifen stammen, deutlich gekennzeichnet werden müssen. Industrieprodukte und haltbare Nahrungsmittel sind nicht betroffen, auch auf die Zollvorschriften hat der Schritt offiziell keine Auswirkungen: Schon seit 2004 sind Siedlungsprodukte aus den Zollabkommen zwischen der EU und Israel ausgenommen.

Israels Regierung kriti...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 535 Wörter (4020 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.