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«Eisler on the Beach» - ein Projekt von Kuttner und Kühnel am DT Berlin

  • Von Martin Hatzius
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

In der Familie Eisler«, hat Charlie Chaplin einmal bemerkt, »herrschen verwandtschaftliche Beziehungen wie in den Shakespeare›schen Königsdramen«. Tom Kühnel und Jürgen Kuttner stellen den Satz auf die Probe.

Steht Theater in der Pflicht, das aktuelle Zeitgeschehen zu kommentieren? Hoffentlich nicht. Wenn in der Beschreibung der neuen Arbeit des Regieduos Tom Kühnel und Jürgen Kuttner an den DT-Kammerspielen zu lesen ist, das Stück erzähle »von Misstrauen, Verfolgung, Flucht, lebensrettendem Asyl und von der Paranoia in einer nach rechts rückenden Gesellschaft«, könnte man allerdings meinen, es wolle als Echo der Gegenwart verstanden werden. Und vielleicht will es das auch.

Nicht um die heutigen Zuwanderer aus Syrien oder Afghanistan geht es allerdings auf der Bühne, sondern um die Eisler-Geschwister Gerhart, Hanns und Elfriede, die in den 1940er Jahren in den USA Zuflucht vor den Nazis fanden. Nicht von den Paranoikern Schäuble, de Maizière und Seehofer ist in »Eisler on the Beach« sodann die Rede, sondern von Harry Truman, Richard Nixon und J. Parnell Thomas, dem Vorsitzenden des antikommunistischen Komitees für unamerikanische Umtri...


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