Das Bergdorf und die Meinungsmache

Prominente Journalisten diskutierten über den »Krisenjournalismus« und den »deutschen Blick auf das Ausland«

  • Von Tobias Riegel
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Einer der klügsten Beiträge kam aus dem Publikum: »Es ist bedauerlich, dass auch diese Runde die Erklärungen für Kriege wieder im syrischen oder afghanischen Bergdorf sucht, obwohl man sie doch an ganz anderer Stelle vermuten könnte.« Nämlich auch in den westlichen Machtzentren, meinte wohl die Zuschauerin bei einer Mediendebatte in Berlin. Unter der Moderation von Thomas Leif diskutierte am Montagabend zum Thema »Krisenjournalismus und der deutsche Blick auf das Ausland« eine illustre Runde aus Kai Gniffke (Chefredakteur von »Tagesschau« und »Tagesthemen«), Michael Lüders (Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft), Christian Neef (»Spiegel«-Korrespondent in Moskau), Christoph Reuter (»Spiegel«-Nahost-Korrespondent) und zwei freien Journalisten.

Das sprichwörtliche »Bergdorf« ist ein Symbol für eine von vielen Mediennutzern leidenschaftlich kritisierte Emotionalisierung und Fragmentierung der politischen Berichterstattung. Di...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.