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Marco Polo sei dank

Die Barockvirtuosen der Lautten Compagney überspringen Genregrenzen

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ob Marco Polo jemals in China war? Wer weiß. Für die einen ist er ein berühmter Handlungsreisender, für andere ein früher Münchhausen auf Dienstfahrt. Immerhin erlangten seine Beschreibungen aus China - ob nun der Fantasie oder tatsächlichen Beobachtungen entsprungen - Kultstatus, der seit 700 Jahren anhält.

China als Projektionsfläche und Sehnsuchtsort - die Berliner Lautten Compagney hat sich auf ganz eigene Weise diesem Thema genähert. Das renommierte Barockensemble ist den Spuren von Marco Polo gefolgt. Seine Erinnerungen, die er erst nach der Rückkehr in die italienische Heimat festhielt, werden zerlegt und neu komponiert; es ist ein Spiel mit den Möglichkeiten, ein Jonglieren vor allem mit den Leerstellen, die Chinakundigen auffallen und manchen Zweifel am Wahrheitsgehalt nähren.

Aber ist es denn wichtig, was Marco Polo tatsächlich erlebte? Die Nachwelt liebt seine Memoiren, wie sie sind, in all ihrer Exotik und Wunderl...


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