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Verschwörungstheoretiker Naidoo soll bei Eurovision Song Contest singen

Umstrittener Sänger soll bei Eurovision Song Contest auftreten - Häme und Empörung im Internet

Was hat die ARD da geritten? Ausgerechnet ein Künstler, der die Bundesrepublik nicht als souveränen Staat ansieht und vor Reichsbürgern auftrat soll das Land beim Eurovision Song Contest vertreten: Xavier Naidoo. Dies gab der Sender bekannt - was umgehend für Kritik und Häme im Internet sorgte.

»Wen vertritt der denn da? Das Deutsche Kaiserreich? Und wer fährt für die BRD hin?«, hieß es in einem Kommentar auf Twitter. Auch wurde der Sender gefragt, »wie kann man bitte ausgerechnet jetzt den rechtspopulistischen Naidoo zum ESC schicken, ARD?« Internetnutzer erklärten: »Für mich singt Xavier Naidoo nicht.«

Der Mannheimer mit indischen und afrikanischen Wurzeln hatte mehrfach für politische Diskussionen gesorgt - etwa, als er am Tag der Deutschen Einheit vor den rechten sogenannten Reichsbürgern sprach, die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen. Schon früher hatte er erklärt: »Wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land.« Zuletzt erhielt Naidoo dafür den »Goldenen Aluhut 2015« - damit werden »die verrückteste Verschwörungstheorie, das lächerlichste Heilversprechen oder den verschwörungstheoriefördernsten Artikel« prämiert.

Naidoo soll bei dem internationalen Liederwettbewerb für Deutschland antreten. Die ARD ändert damit ihr Konzept. Bisher gab es einen Wettbewerb, aus dem der deutsche ESC-Kandidat hervorging. Vergangenes Mal hatte Sieger Andreas Kümmert die Wahl nicht angenommen, so dass die zweitplatzierte Ann-Sophie in Österreich antrat.

Zuschauer sollen bei der Show »Unser Song für Xavier« am 18. Februar noch über den Song abstimmen, mit dem der Künstler ins Renen gehen soll. »Ich hab richtig Lust auf den ESC! Dieser völkerverbindende Wettbewerb ist für mich etwas ganz Besonderes. Und klar, ich trete an, um das Ding nach Hause zu holen«, wurde Naidoo auf der Seite eurovision.de zitiert.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sagte, Naidoo sei ein Ausnahmekünstler, der seit zwanzig Jahren seinen Platz im deutschen Musikleben habe. Deshalb sei er direkt nominiert worden. »Wir bitten die besten Produzenten und Komponisten Deutschlands, für Xavier zu schreiben.« 2015 war Deutschland mit null Punkten auf dem letzten Platz gelandet. Agenturen/nd

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