Kämpferisches Gedenken auf neuen Wegen

2.000 zogen bei Silvio-Meier-Demonstration durch Berliner Stadtteil Marzahn / Martialische Drohungen von Neonazis im Internet - Anwohner werfen Gegenstände auf die Antifa

  • Von Paul Liszt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bei der traditionellen Silvio-Meier-Demonstration antifaschistischer Gruppen am Samstag war einiges anders als in den letzten Jahren. Die Route führte in diesem Jahr nicht durch gewöhntes Terrain in Friedrichshain, sondern durch Marzahn, der Stadtteil ist seit einem Jahr wegen regelmäßig eskalierender rassistischer Aufmärsche vor Flüchtlingsunterkünften in den Negativschlagzeilen. Die aktuellen Entwicklungen dominierten diesmal.

Etwa 2.000 Demonstranten zogen trotz regnerischen Wetter am Nachmittag unter dem Motto »Stoppt die rassistischen Brandstifter, Antifa bleibt notwendig« vom S-Bahnhof Marzahn zum S-Bahnhof Mehrower Allee. Die Polizei sprach von rund 1.300 Teilnehmern, sie war mit einem Großaufgebot von 850 Beamten im Einsatz, teils penible Kontrollen anreisender Teilnehmer sorgten für eine deutliche Verzögerung beim Start des antifaschistischen Protestes. Im Vorfeld befürchtete Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der M...

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