Malerei, von Dichtkunst beflügelt

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Hätten Sie einander kennengelernt, hätte er sie womöglich gar in Schulzenhof besucht, Eva Strittmatter wäre bezaubert gewesen von den zarten Aquarellen des Berliner Künstlers Hans-Jürgen Gaudeck. Und wie wohlgetan hätte ihr seine Bewunderung.

Aber eine Begegnung hat es erst nach ihrem Tode gegeben. Der Maler, der seine Motive gern in der Natur sucht und sich früher schon von Theodor Fontane und Rainer Maria Rilke zu stimmungsvollen Bildern inspirieren ließ, wurde von den Gedichten Eva Strittmatters so gepackt, dass sich für ihn bildliche Vorstellungen formten. »Ist es die klare Sprache, mit der sie ihre Gefühlswelt zum Ausdruck bringt? Eine Gefühlswelt, wie ich sie und wir sie wohl alle irgendwann in ähnlicher Form erfahren haben. Ereignisse, Momente, die einen berühren und auch die Tiefe des seelischen Empfindens spüren lassen«, schreibt er im Nachwort zu diesem Buch. »Eva Strittmatter hat die wunderbare Gabe, dies alles kris...


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