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Mali stöhnt nicht nur unter dem Terror

Der enorme Vertrauensverlust der politischen Führung in der Bevölkerung fördert die islamistische Radikalisierung

  • Von Bernard Schmid, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Nach der terroristischen Geiselnahme in Mali haben die Behörden ihre Angaben zu den Todesopfern heraufgesetzt. Bei dem Anschlag in Bamako habe es 22 Tote gegeben, so der zuständige Staatsanwalt.

Wie andere Länder des afrikanischen Kontinents bleibt auch Mali, das soeben als Einsatzort für einen der nächsten Bundeswehreinsätze ausgewählt wurde, nicht von dschihadistischer Gewalt verschont. Am vergangenen Freitag attackierten Terroristen das Hotel Radisson Blu in der Hauptstadt Bamako. Deren Gesamtzahl - die Angaben variieren nach Augenzeugenberichten sowie Darstellungen lokaler Zeitungen bislang zwischen zwei und mindestens vier - ist dabei ebenso umstritten wie die Organisation, der sie angehören.

Das Etablissement zählt zu den Hotels der gehobenen Preisklasse. Normalerweise steigen dort Teams der französischen Fluggesellschaft Air France sowie von Turkish Airlines ab; am Freitag kamen Delegationen algerischer sowie chinesischer Geschäftsleute hinzu.

Die Attacke wurde zunächst als eine versuchte Geiselnahme dargestellt, doch Augenzeugen berichten, dass es wohl eine besondere war. Ihnen zufolge schossen die Eindringli...


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