Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Mädchen unerwünscht

Weltweit nimmt die Zahl selektiver Abtreibungen nach Geschlecht zu

  • Von Birgit Gärtner
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Laut einer UN-Studie wurden durch »selektive Abtreibung nach Geschlecht« in Asien 117 Millionen Mädchen nicht geboren. Auch in Europa greift der »Gendercide« vermehrt um sich.

In einer 2012 vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) veröffentlichten Studie wird berechnet, dass durch die »selektive Abtreibung nach Geschlecht« in Asien insgesamt 117 Millionen Mädchen nicht geboren wurden. Auch in Europa weitet sich dieses als »Gendercide« bezeichnete Phänomen aus - die moderne Medizin macht es möglich.

Allein in China und Indien seien durch die selektive Abtreibung 85 Millionen Mädchen nicht geboren worden. Berechnet wurde diese Zahl auf Grundlage des »natürlichen Geburtsverhältnisses« von 105 Jungen zu 100 Mädchen. In China liegt dieses Verhältnis bei 118 zu 100, regional kommen sogar über 130 Jungen auf 100 Mädchen. In Armenien und Aserbaidschan kommen auf 100 Mädchen derzeit etwa 115 Jungen zur Welt, in Albanien sind es nach den aktuell veröffentlichten Geburtenstatistiken 112 Jungen - das ist vergleichbar mit Indien.

Laut UN-Studie wurde dieser Missstand in den drei genannten ehemaligen...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.