Werbung

Zukunftspflege

Jörg Meyer über den Tarifvertrag der Diakonie Niedersachsen

In zwei Wochen tagt der Tarifausschuss des Landes Niedersachsen. Im Landesarbeitsministerium kommen Vertreter der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, der Wohlfahrtsverbände und des Ministeriums zusammen, um den Ausbildungstarifvertrag für die Altenpflege für allgemeinverbindlich zu erklären. Was zunächst nach einem kleinen Schritt klingt, ist aber ein weiterer in Richtung eines Flächentarifvertrages.

Zum einen zeichnet sich die Arbeit in der Altenpflege zu oft aus durch harte körperliche Arbeit unter schlechten Bedingungen für wenig Geld. Die Branche hat Nachwuchssorgen, und trotzdem wird der Konkurrenzkampf zwischen den Trägern auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Darunter leiden auch diejenigen, die gepflegt werden sollen. Zum anderen hat ver.di diesen Tarifvertrag unter anderem mit der niedersächsischen Diakonie abgeschlossen, einer kirchlichen Arbeitgeberin. Den Kampf um die gewerkschaftliche Vertretung und das Streikrecht in den Wirtschaftsunternehmen von katholischer und evangelischer Kirche führt ver.di schon lange, in Niedersachsen erfolgreicher als anderswo. Für die Beschäftigten in der Altenpflege wird derzeit verhandelt. Der Ausbildungstarifvertrag ist von daher ein wichtiger Schritt, um den Bedingungen beizukommen. Fazit: ein dickes Brett, sichtbar angebohrt.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln