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Grenze der Hoffnung

Kein Chaos bei Transit von Österreich / Schlussbericht über Flüchtlingskatastrophe

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Berlin. Transitland Österreich: Für die einen unter den Geflüchteten bedeutet die Fahrt durch die Alpenrepublik den letzten Schritt, bevor sie nach wochenlanger Flucht in Deutschland ankommen, für die anderen das Ende der Reise, wenn sie gleich im bayerischen Abschiebegewahrsam landen. Für wieder andere bedeutete »Transitland Österreich« den Tod. Der Fall sorgte vor drei Monaten für Entsetzen in ganz Europa: Eingepfercht in einem Kühl-Lkw, erstickten im August dieses Jahres 71 Flüchtlinge.

Nun liegt der Bericht der Ermittler vor. 69 der erstickten Opfer sind identifiziert. Auch eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan - die Eltern, drei Kinder im Alter von ein bis elf Jahren und ein Cousin - sei darunter, teilten die Behörden am Donnerstag in Eisenstadt mit. Der Tod auf der nur 14 Quadratmeter großen Ladefläche des luftdicht abgeschlossenen Kühllastwagens kam demnach schleichend. Es seien keine Panik- oder Kampfspuren gefunden worden, sagte Staatsanwalt Johann Fuchs. »Die Menschen sind sterbend in sich zusammengesunken.«

28 von ihnen kamen aus Irak, 21 aus Afghanistan, 15 aus Syrien und fünf aus Iran. Die Flüchtlinge hatten nach dem Obduktionsbericht keine Überlebenschance in dem Wagen.

Das besonders von der CSU immer wieder betonte Chaos an der deutsch-österreichischen Grenze konnten unterdessen nd-Reporter vor Ort nicht entdecken. Geregelt und ruhig verläuft dort die Erfassung der ankommenden Geflüchteten. Täglich überqueren 2000 bis 2500 Menschen in Richtung Bayern den Inn und werden bundesweit auf Unterkünfte verteilt. Transitflüchtlinge werden sie von den österreichischen Behörden genannt. Oder sie landen im grenznahen zentralen Abschiebeknast in Mühldorf am Inn. nd/dpa Seiten 2 und 9

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