Hans-Dieter Schütt 28.11.2015 / Kultur

Treppenirrwitz der Geschichte

Gefangenentheater in der JVA Tegel: Heiner Müllers »Philoktet«. Regie: Peter Atanassow

Das Erinnern hilft. Die Dichter erfinden es. Monitore als Beginn. Mitspieler in Großaufnahme. Sie erzählen jene Geschichte, die »Philoktet« zugrunde liegt. Nur Fetzen nimmst du wahr. Als könne alles, was weiterzugeben ist, nur in übersteuerten Frequenzen gesagt werden. Aber: Wesentlichkeitsklumpen. »Ich verstehe gar nicht, warum ... Stress ... Wie kann das sein ... mal gewinnt die eine Seite, mal die andere ... ein schneller Tod ... für den Sieg beten.« Braucht es mehr Worte für ein Porträt des Weltenlaufs? Schon hier, wie auch später als Kern der Aufführung: eine Akustik des Halls, des Dröhnens, der Tonflucht. Ein stillgelegter Teil der Justizvollzugsanstalt Tegel. Hier inszenierte das Gefängnistheater »aufBruch« Heiner Müllers »Philoktet« (Regie: Peter Atanassow, Bühne: Holger Syrbe, Kostüme: Thomas Schuster, Kompositionen: Christopher Böhm).

Ein schmaler, hoher Raum. Zellen auf drei Etagen, eine Treppe, zwischen den Etagen Sich...

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