»Wir wollen doch keinen Krieg!«

Der sizilianische Puppenspieler Mimmo Cuticchio über eine Theatertradition, in der muslimische Köpfe rollen

Elementarer Bestandteil des sizilianischen Puppentheaters sind die Kämpfe der Ritter Karls des Großen mit den Sarazenen. Sie enden regelmäßig mit einem furiosen Abschlachten der Figuren, die die Sarazenen verkörpern. Köpfe werden abgetrennt, Leiber gespalten. Wie geht es Ihnen gerade jetzt damit, in Zeiten der Konfrontation Europas mit dem »Islamischen Staat«?

Zuerst eine Gegenfrage: Als Sie die Köpfe fallen sahen, haben Sie da Blut gesehen?

Nein.

Wir setzen auch kein Blut ein. Es handelt sich um eine sehr alte Theaterform, deren Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen und die im Laufe der Jahrhunderte viele Transformationen erfahren hat. Als Deutscher, als Ausländer, waren Sie sicherlich vom Rhythmus und der Lebendigkeit der Geschichten und des Puppenführens beeindruckt. Aber Sie kennen die Hintergründe nicht. Die Geschichte der Sarazenen und Christen im Puppentheater ist keine von Rassismus oder Religionskriegen. Der Sarazene wird al...

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