Etwas Geld vom Bund für die Suche nach Bomben

Erstmals sollen die Länder bei der Beseitigung alliierter Kampfmittel finanzielle Unterstützung erhalten

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Erstmals seit 1956 will sich der Bund wieder an den Kosten der Beseitigung alliierter Bomben beteiligen - vor allem Brandenburg und Niedersachsen hatten dieser Forderung Nachdruck verliehen.

Rund 16 Stunden hat die jüngste Bombenentschärfung die Einwohner von Oranienburg (Oberhavel) in Atem gehalten. Gleich vier amerikanische 250-Kilogramm-Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg hatte man bei der Suche nach Blindgängern im Stadtteil Lehnitz entdeckt, und erst in der Nacht zum vergangenen Samstag war die letzte von ihnen entschärft worden. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) äußerte sich anschließend erleichtert, als die Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben wurden und die rund 4300 betroffenen Anwohner in ihre unversehrten Wohnungen und Geschäfte zurückkehren konnten.

Sorgen dürften hingegen den Stadtkämmerer plagen, denn allein die Vorbereitung der bei der Suche ausgemachten Verdachtsstellen auf einem Grundstück sowie deren Vorbereitung - das Anlegen einer Baustraße, die Erdarbeiten, das Einbringen von Spundwänden und die Absenkung des Grundwassers - haben an die 400 000 Euro gekostet. Darauf verwies Stadtsprecherin...


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