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Auf dem Holzweg nach Budapest

In Polen wendet sich die nationalkonservative Kaczynski-Partei gegen Flüchtlinge und EU

  • Von Holger Politt, Warschau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Kalenderjahre, in denen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zusammenfallen, sind in Polen Kaczyński-Jahre. So war es 2005, so ist es 2015.

Nun träumt Jarosław Kaczyński immer mehr von ungarischen Verhältnissen. Auch ihm schwebt ein zentrales politisches Machtzentrum vor, das nun mindestens 20 Jahre die Geschicke des Landes bestimmen solle. Bei Wahlauftritten kam er regelmäßig ins Schwärmen, wenn er hunderttausendköpfige Demonstrationen wie an der Donau, mit denen Regierungspolitik unterstützt werde, als nachahmenswertes Beispiel ins Feld führte. Ob allerdings die nationalkonservative Partei »Recht und Gerechtigkeit« (PiS) zu einem solchen Höhenflug in der Lage sein wird, muss noch bewiesen werden.

Kaczyński begibt sich auf einen Holzweg nach Budapest. Er ist nicht Viktor Orbán und versteht sich weniger als dieser aufs Regieren. Der erste Versuch 2006, selbst die Regierung anzuführen, endete mit einer deftigen Niederlage. Kaczyńskis Stärke besteht darin, im Hintergrund zu dirigieren, wenn die anderen Machtebenen von Leuten seines Vertrauens geführt oder bestimmt werde...


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