»Ganz sicher ist erst ganz wenig«

Obwohl schon seit 1902 bekannt, sind Früherkennung und Therapie der Alzheimer-Demenz nach wie vor Zukunftsmusik. Von Eckart Roloff

  • Von Eckart Roloff
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Wer sich mit der Alzheimerschen Krankheit befasst, kommt an schwierigen Begriffen nicht vorbei. Das beginnt mit den Fibrillen und den Plaques - schädlichen Eiweißablagerungen, auf die schon Alois Alzheimer gestoßen war. Und es reicht über die Beta-Sekretase, das Phospho-Tau, das APP-Gen auf Chromosom 21, das Amyloid-Beta-A4-Eiweiß (von Amyloiden sprach schon Rudolf Virchow) bis hin zu AChE-Hemmern, Insulin und Galantamin als denkbaren Arzneien. Auf knappem Raum lässt sich dazu nur Grundsätzliches sagen.

Stets geht es um den Zerfall von Nervenzellen in der Hirnrinde und in anderen Regionen. Dort werden Neuronen nach und nach zerstört, ebenso mehrere Systeme von Botenstoffen, vor allem das für das Gedächtnis und Denken wichtige Acetylcholin. Sie arbeiten nicht mehr so, wie sie es jahrzehntelang getan haben; sie geben Reize nicht weiter. Die Ablagerungen zu verhindern oder abzubauen, das scheint der Schlüssel zur Therapie.

Noch ...

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