Martin Ling 19.12.2015 / Ausland

Lateinamerikas Neue Rechte

Die Linke erhält einen alten Gegner in neuem Gewand

Von einer Zeitenwende zu reden, wäre verfrüht. Doch der Sieg von Mauricio Macri bei den Präsidentschaftswahlen in Argentinien und die krachende Niederlage der Chavisten bei den Parlamentswahlen in Venezuela sind deutliche Anzeichen dafür, dass die Hegemonie linker Regierungen in Lateinamerika angeknackst ist. Vorbei die Zeiten, als von Argentinien über Chile, Uruguay bis hin zu Brasilien, Ecuador und Bolivien linke Staatsoberhäupter die Präsidentenpaläste eroberten und sie zum Beispiel 2005 in Mar del Plata gemeinsam den Traum einer gesamtamerikanischen Freihandelszone von George Bush sr. nach 15 Jahren beerdigten - mit Hugo Chávez (Venezuela), Néstor Kirchner (Argentinien) und Lula (Brasilien) als Protagonisten, zu denen sich in den Folgejahren auch noch Evo Morales (Bolivien), Rafael Correa (Ecuador) gesellten so wie Pepe Mujica in Uruguay. Allesamt zeichnete sie ein deutlich linkes Profil mit unterschiedlichen Schattierungen aus.

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