Weichenstellung für Gebietsreform

Thüringens rot-rot-grüne Koalition will noch vor Weihnachten erste Entscheidungen fällen

Sie gehört zu den immer wieder verschobenen Großprojekten in Thüringen: eine Gebiets- und Verwaltungsreform. Die rot-rot-grüne Regierungskoalition will in dieser Sache nun erste Pflöcke setzen.

Erfurt. Thüringens rot-rot-grüne Regierung will vor Weihnachten erste Entscheidungen für die seit Jahren diskutierte Gebietsreform fällen. Wie geplant werde sich das Kabinett am 22. Dezember mit den Vorschlägen für die künftige Größe von Kreisen und Gemeinden, aber auch einer damit verbundenen Verwaltungsreform beschäftigen, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) in dieser Woche in Erfurt.

Landesinnenminister Holger Poppenhäger (SPD) hatte vor einigen Monaten Vorschläge zur Diskussion gestellt, nach denen beispielsweise Kreise künftig mindestens 130 000 Einwohner und eine Fläche von nicht mehr als 2500 Quadratkilometern haben sollen. Damit würde sich die Zahl der derzeit 17 Landkreise deutlich verringern.

Kreisfreie Städte sollen danach mindestens 100 000 Einwohner haben und Gemeinden dauerhaft mindestens 6000 bis 8000 Einwohner. Der Vorschlag für das sogenannte Leitbild zur Gebietsreform war in Regionalkonferenzen vorgestellt und ...

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