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Wie schön: Wahrheit ist unfassbar

An diesem Sonnabend wird der Dramatiker Tankred Dorst 90

  • Von Hans-Dieter Schütt
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Er ist das Messer, das auf seinen Rost stolz ist. Er ist der bleierne, aber heiterste Trotz - als letzte große menschliche Regung gegen die Geschäftigen der Zeit. Dieser alte Mann ist - das schwere Kind. Jenes Wesen aus dem Märchen, dem die Welt nichts antun kann, weil es sich nicht an ihr beteiligt. Dieser alte Mann war - der unvergessliche Kurt Böwe. Als Herr Paul im gleichnamigen Stück von Tankred Dorst. Ein umstaubter, schmuddeliger Mensch, der sich aus dem Hinterhaus eines zu modernisierenden Fabrikbaus partout nicht vertreiben lässt. Kammerspiele des Deutschen Theaters Berlin. Böwe hatte aus diesem seltsamen, angejahrten Restposten gegen die Welt einen staunenswerten Philosophen der Bockigkeit gemacht, im wunderbaren Zusammenspiel mit der bezaubernd entrückten Christine Schorn. Ein Alter, der alle Anpassungsnot verachtet und zunichte macht. Geschichte eines Menschen, der, ja: getötet wird - und doch weiter lebt. Das war, nach der...


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