Werbung

Nun reizt PiS sogar die NATO

René Heilig rät, über Bündnissolidarität gründlich nachzudenken

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Das wünschen sich viele! Einfach mal rasch ein paar Militärpolizisten ausschicken und ein NATO-Büro schließen. So geschah es nächtens in Warschau - das ist die neue regierende Kraft in Polen.

Das wünschen sich viele! Einfach mal rasch ein paar Militärpolizisten ausschicken und ein NATO-Büro schließen. So geschah es nächtens in Warschau. Das dortige Spionageabwehrzentrum, das von Polen, der Slowakei und auch mit deutscher Hilfe betrieben wurde, hört nun auf das Kommando von PiS. Das ist die neue regierende Kraft in Polen und versteht keinen Spaß, wenn jemand auf geltendes Recht und demokratische Spielregeln beharrt. PiS entmachtete Verfassungsrichter, PiS jagt unbequeme Journalisten aus Redaktionen und nun beißt PiS auch die Hand, die Polens Militär füttert, damit es sich gegen Russland aufplustern kann.

Schon unter der polnischen Vorgängerregierung hätten die NATO-Verbündeten, vor allem die deutschen, viel genauer abwägen sollen, wie weit man sich für erkennbare Sonderinteressen Polens einspannen lassen will. Statt dessen versuchte man es mit Einbindung, baute das multinationale Nordost-Korps mit Sitz in Szczecin aus, veranstaltete allerlei gemeinsame Übungen. Zudem tauschte man Offizierschüler aus und unterstellte sich gegenseitig Kampftruppen. Ein deutsches Panzergrenadierbataillon in Prenzlau beispielsweise, hört auf polnisches Kommando. Ob man der antidemokratisch amoklaufenden PiS so viel Anerkennung und Macht überlassen will, sollte man sich in Brüssel wie Berlin eiligst überlegen.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!